Unser klinisches Profil

Das ARDS- und ECMO-Zentrum der Charité in der Universitätsklinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt Operative Intensivmedizin, Charité Capus Virchow-Klinikum, ist seit über 25 Jahren ein Zentrum für die Behandlung des schweren akuten Lungenversagens.

Die Therapie in einem solchen Zentrum bringt – neben der profunden klinischen Erfahrung – den Vorteil der Verfügbarkeit erweiterter Therapieoptionen. Zusätzlich bietet die Charité als Universitätsklinikum das gesamte Spektrum konservativer, interventioneller und operativer Therapieoptionen zur Behandlung dieses sehr heterogenen Krankheitsbildes.

Über 25 Jahre Erfahrung

Insgesamt wurden im Zentrum seit 1989 über 960 Patienten mit ARDS von zuverlegenden Kliniken übernommen und – zum Teil im Rahmen klinischer Studien – nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen, einschließlich extrakorporaler Verfahren, therapiert. Das multimodale Behandlungskonzept wird seit über 25 Jahren im Rahmen unseres Forschungsschwerpunktes auf diesem Gebiet kontinuierlich weiterentwickelt.

ECMO gewinnt an Bedeutung

In den letzten Jahren gewinnt die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO), die in den 2000er Jahren vorwiegend als Rescue-Therapie bei therapierefraktärer Hypoxie eingesetzt wurde, zunehmend an Bedeutung. Die extrakorporalen Lungenunterstützungsverfahren werden sowohl als pumpengetriebenes veno-venöses, veno-arterielles High- und Lowflow Verfahren, als auch als pumpenloses arterio-venöses Verfahren vorgehalten.

In den letzten Jahren wird die ECMO zunehmend nicht nur bei therapierefraktärer Hypoxie, sondern auch z.B. zum Ermöglichen einer lungenprotektiven Beatmung, bei Hyperkapnie oder als Bridging Verfahren für die Lungentransplantation eingesetzt.

Von in den Jahren 2007–2014 über 550 im Zentrum behandelten ARDS Patienten waren mehr als 300 Patienten mit einem extrakoporalen Gasaustauschverfahren versorgt.

Frühzeitige Patientenübernahme

Der Transport von Patienten aus zuverlegenden Kliniken wird grundsätzlich durch ein Transportteam der Station durchgeführt, so dass im Bedarfsfall bereits vor dem Transport eine Therapieerweiterung erfolgen kann. Um ein optimales Outcome für die Patienten zu erreichen, sollte bei schweren Krankheitsverläufen eine möglichst frühzeitige Verlegung erfolgen.

Das Kontakt- und Übernahmeprozedere ist unter den entsprechenden Punkten auf der Homepage detailliert dargestellt. Zusätzlich stehen die Kollegen der Station selbstverständlich jederzeit auch für Fragen zur Therapieoptimierung zur Verfügung, wenn keine Übernahme des Patienten gewünscht wird.

Stellenangebote

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